Drei Burgen Steig Riedenburg oder doch nur zwei?

Zahlen & Fakten: Parkplatz: ca. 350 m
Höchster Punkt: ca. 450 m

Höhenunterschied: ca. 100 m
Länge: ca 3,0 km
Dauer: ca. 3,0 Std
Parken & Anfahrt: Kostenfreier Parkplatz am Main-Donau-Kanal

Um die Anfahrt zu planen, nutze bitte die interaktive Karte ganz
unten. Beim klicken auf den Pin kann die Routenplaner-Funktion genutzt werden.

Hinweise: Als wir die Tour im April 2015 gemacht haben waren Teile des Rundwegs wegen Schneebruch und Steinschlaggefahr gesperrt.Zutritt zum Schloss Rosenburg nur gegen Eintritt möglich, dafür ist die Falkenflug-Show wirklich sehenswert.
Schwierigkeit:
Kinderwagentauglich:
Landschaft:
Aussicht:
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Nachdem in der Woche nach Ostern schließlich auch die kleinen Wanderstiefel für die Kinder bei uns eingetroffen sind und das Wetter stetig besser zu werden versprach, konnten die letzten Ferientage ganz unter das Motto (Berg-) Wandern gestellt werden.

Unser erster Ausflug führte uns ins Altmühltal nach Riedenburg. Bei der vorangegangenen Recherche hatte der hier startende Drei-Burgen-Steig unser Interesse geweckt, da er eine schöne Kombination aus Natur- und Kulturerlebnis darstellt. Und mit einer angegebenen Gesamtlänge für den Rundweg von 2,4 km schien er auch bestens als kurze Schuh-Einlauf-Strecke geeignet. Da allerdings das Höhenprofil doch einige Aufs und Abs und somit entsprechende Höhenmeter versprach, vor allem aber, da sich die Tourbeschreibungen hinsichtlich Schwierigkeitsgrad, benötiger Kondition und Trittsicherheit überhaupt nicht einigen konnten, packten wir vorsichtshalber doch mal die Kraxe ein.

Riedenburg01Unser Startpunkt lag an einem öffentlichen Parkplatz an der Altmühl unterhalb der Rabenstein, dem letzten Punkt der geplanten Runde. Von hier führte uns ein direkter Weg in die Altstadt, wo wir schon bald den Drei-Burgen-Steig ausgeschildert fanden. Der Einstieg liegt etwas außerhalb des Ortskerns in der Austraße. Dank großer Hinweis- und Erklärungstafeln ist er leicht zu finden. Dass die Ruine Tachenstein selbst aktuell wegen Sicherungsarbeiten nicht betreten werden kann, wussten wir schon aus dem Internet. Komplett überrascht waren wir aber, als wir lasen, dass der Steig selber auch nicht begehbar sein sollte – wegen Schneebruchs. Nun, es war Mitte April, angenehm warm, der einfache DIN A4 Zettel mit dem Hinweis überklebte ehr mehrere ebenfalls von hier startende (Fern-)Wanderwege und überhaupt kann ja so ein Blatt Papier schon mal vergessen werden. Wir machten uns also unerschrocken auf, den Katzensteig zu erklimmen. Anfangs ging es noch eine Treppe hoch. Aber schon bald bewegten wir uns auf einem schmalen Pfad, auf der einen Seite durch den Hang und zum Tal von einem naturbelassenen Zaun begrenzt. Schon bald erreichten wir den ersten der drei Holzritter, die den Weg zu den drei Burgen weißen sollten. Wir waren also richtig. Leider erwies sich aber schon kurz nach dieser Stelle der Hinweis am Einstieg als richtig. Der Weg war tatsächlich auf einer Länge von 10-15 Metern von kreuz und quer verstürzten Bäumen versperrt. An ein Durchkommen oder auch Umgehen war nicht zu denken. Wir mussten also umkehren und einen anderen Weg finden.

Nach einem Blick in die Karte nahmen wir vom Ortskern aus einen weiteren Steig den Kälberberg hoch. So gelangten wir an die Stelle, wo der Drei-Burgen-Steig sonst vom Tachenstein herunter kommt. Die Überlegung diesen nun von der Rückseite zu erklimmen, um dann zurück auf dem selben Weg von hier die Runde fortzusetzen, liesen wir schnell fallen. Stattdessen machten wir uns nach einer kurzen Pause vorbei am zweiten Ritter direkt an den Aufstieg zur Rosenburg.

Riedenburg02Die Strecke führte uns nun auf einem schmalen Waldweg in Serpentinen gemütlich nach oben. In die wenigen steileren Passagen waren Stufen eingearbeitet. Insgesamt ein gut begehbarer und unspektakulärer Weg. Vielleicht aber gerade deshalb wurden die Kinder jetzt tatsächlich quengelig. Insbesondere die Kleine verstand nicht, warum wir die Kraxe dabei haben, wenn sie nicht rein darf. Da war es praktisch, dass sich immer wieder Blicke auf die Burg als nächstes Ziel ergaben und man mit der Pause im Burghof locken konnte.

Was wir dabei aber nicht bedacht und auch nicht im Vorfeld abgeklärt hatten, war der Umstand, dass die Burg Rosenstein eine Falknerei beherbergt und nur nach Begleichung eines Eintritts betreten werden kann. Ok, dieser beinhaltet auch den Besucb des Falknereimuseums und die zweimal täglich stattfindende Flugshow. Und da es bis zur Nachmittagsvorstellung nur noch eine gute Stunde war, schoben wir diesen Punkt kurzerhand in unser Tagesprogramm ein. Von der Burgschenke und dem Museum waren wir zwar ziemlich enttäuscht, aber die Darbietungen der Falkner und ihrer Vögel entschädigte uns dafür.

Nach dieser dann doch 2 Stunden dauernden Unterbrechung machten wir uns schließlich auf, unseren Weg zu Ende zu gehen. Auch hier mussten wir nun allerdings nochmal von der eigentlichen Route abweichen, da der um die Burg Rosenstein umlaufende offizielle Weg auf Grund von Bauarbeiten aktuell gesperrt ist. Stattdessen ist etwas unterhalb auf dem Weg, der uns zur Burg hoch geführt hat, eine Umleitung eingerichtet. Da wir mittlerweile doch etwas spät dran waren, durfte die Kleine jetzt doch noch in die Kraxe. Aber spätestens ab dem Einstieg in die Ruine über eine schmale Treppe mit hohen Stufen und offenem Geländer erwies diese sich auch als durchaus sinnvoller Sicherheitsaspekt. Und auch, dass man beim Genießen der sich von der Burgsporn ergebenden Aussicht über Riedenburg und seine Umgebung nur auf ein Kind Acht geben musste, war durchaus eine Erleichterung für uns Eltern.

Riedenburg03Schließlich machten wir uns aber doch auf den Rückweg. Nachdem wir die Ruine hinter uns gelassen hatten, führte uns dieser wieder bequem durch den Wald und zum Schluss noch einige Stufen hinunter zum Marktplatz von Riedenburg.

Hier gönnten wir uns noch eine Belohnung in Form eines Eises, ehe wir entlang des Main-Donau-Kanals zurück zum Auto gingen. Am Ende hatten wir zwar keinen Rundweg, dafür aber sogar gut 3,5 Kilometer hinter uns gebracht. Und auch wenn uns die Ruine Tachenstein und der diese umlaufende Steig entgangen sind, war es ein sehr gelungener Tag.

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Tourenbeschreibung Normalweg

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Viel Spaß beim Nachwandern wünscht euch euer Mountainbatchers Team !!
Empfohlene Literatur
ADAC Wanderbuch Deutschland: Die 100 schönsten Touren von Rügen bis Oberstdorf (ADAC Wanderführer) ADAC Wanderführer Altmühltal & Fränkisches Seenland Altmühltal: Ries - Jura - Fränkisches Seenland. 50 Touren. Mit GPS-Tracks. (Rother Wanderführer)
Naturpark Altmühltal östlicher Teil 1 : 50 000: Parsberg, Riedenburg, Mainburg, Regensburg-West, Kelkheim. Altmühl-Panoramaweg, Jakobsweg, Juraweg (UK 50-25)

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