Durch den Elfenwald ins Kirchental

Zahlen & Fakten: Parkplatz: ca. 636 m
Höchster Punkt: ca. 893 m

Höhenunterschied: ca. 257 m
Länge: ca. 2,5 km
Dauer: ca. 2,5 Std
Parken & Anfahrt: Wanderparkplatz an der Mautstelle

Um die Anfahrt zu planen, nutze bitte die interaktive Karte ganz
unten. Beim klicken auf den Pin kann die Routenplaner-Funktion genutzt werden.

Hinweise: Vorher nette Elfengeschichte ausdenken und im Elfenwald erzählen.
Schwierigkeit:
Kinderwagentauglich: Ja auf dem Fahrweg
Landschaft:
Aussicht:
Outdooractive link: Hier klicken

Nachdem der Wetterbericht für diesen Palmsamstag den wohl letzten wirklich schönen Tag bis Ostern avisierte, machten wir uns auf in Richtung Berge. Da kurzentschlossen in die Tat umgesetzt, starteten wir ohne konkretes Ziel und ließen uns von unserem Bauchgefühl treiben. Auf der Fahrt durch das Saalachtal fiel uns ein Hinweisschild zur Wallfahrtskirche Maria Kirchental auf. Also schnell gegoogled und dann spontan als Tagesziel festgelegt.

Kirchental 16Da die Kirche vom Tal nicht zu sehen war, konnten wir die tatsächliche Entfernung ab St. Martin nur schwer einschätzen. Da gleichzeitig unsere Kleine den Anfahrtsweg nicht für ein Nickerchen genutzt hatte, war der Plan eigentlich, die bestehende Mautstrasse zu nutzen und dann ggf. oben von der Kirche aus noch etwas zu laufen.

Ob der Bedingungen im Tal kam uns dabei zu keiner Zeit in den Sinn, dass die Straße noch der Wintersperre unterliegen könne. Aber da wir unser Ziel nun mal festgelegt hatten, konsultierten wir am Parkplatz neben der Mautstelle in St. Martin dann doch die Wanderkarte. Schnell kamen wir zu dem Schluss, dass der Wallfahrer-Weg mit einer Länge von 1500 m und einer Höhendifferenz von 240 m machbar sein sollte. Also Schuhe geschnürt, Rucksack mit Proviant gepackt und ab dafür. Und wir sollten diese Entscheidung nicht bereuen….

Kirchental01Kirchental 15Der Wallfahrer-Weg startet direkt an der Mautstation. Es handelt sich über einen sorgfältig angelegten geschotterten und in Serpentinen geführten Steig, dessen Steigung durch künstlich angelegte Stufen entschärft wird. Über weite Strecken ist er breit genug, dass ein Erwachsener und ein Kind bequem nebeneinander laufen können. An vielen Stellen können auch kleine Kinder gefahrlos ungeführt den Berg hinauf steigen.

Kirchental 16In der unteren Hälfte führte der Weg durch einen wildromantische Wald, entlang eines munteren Gebirgsbachs, der mehrfach auf gut ausgebauten und beidseits mit Geländern versehenen Brücken überquert wird. Wo den Verantwortlichen ein gefahrenfreies Wandern zwischen dem diesen Waldabschnitt prägenden moosbewachsenen Geröll und den riesigen Findlingen schwierig erschien, wurden auch diese Stellen mit flachen geschotterten Stegen überbrückt. Etwas oberhalb etwa der halben Wegstrecke stießen wir sogar noch auf mehrere kurze schneebedeckte Wegabschnitte. Da die Schneeauflage aber meist nicht mehr komplett war, konnten wir diese zügig und gefahrenlos passieren. Etwa in diesem Bereich trifft der Wallfahrer-Weg mit dem Ölberg-Weg zusammen und die Stecke ändert komplett ihren Charakter.

Kirchental 2Sie führt jetzt nicht mehr so direkt am Wasser entlang und erinnert nun fast an einen schmalen Forstweg, auch wenn der befestigte Pfad für normale Fahrzeuge zu schmal sein dürfte. Zu unsere Freude handelte es sich hierbei aber nur um einen relativen kurzen Wegabschnitt. Direkt nach dem Zusammentreffen unserer Route mit dem Tirolersteig, an der Grenze zwischen den Bundesländern Salzburg und Tirol, kamen wir an einen engen Durchschlupf zwischen zwei Fintlingen. Fanden wir den ersten Streckenabschnitt noch wildromantisch, so wuchs hierbei den Kindern nun die Überzeugung in einen Elfenwald gelangt zu sei.

Leider war dieser mystisch anmutende Ort fast schon viel zu schnell durchquert und wir trafen schon auf den Besucherparkplatz am Ende der Mautstraße. Von hier waren es nur noch wenige Minuten auf der asphaltierten Straße bis nach Kirchental, dessen Abschluss von der mächtigen Wallfahrtskirche dominiert wird.

Kirchental02Kirchental 6Insgesamt hatten wir für die Strecke vom Parkplatz an der Mautstation bis zum Portal der Kirche weniger als 1½ Stunden benötigt. Mit Fotopausen und kurzen Lesestopps an den entlang des Weges aufgestellten Infotafeln über Kirchental und die Geschichte der dortigen Wallfahrt für die Eltern und Stärkungsstopps für die Kinder eine durchaus passable Zeit für die erste Tour des Jahres. Und obwohl die Fahrzeuge auf dem Besucherparkplatz belegten, dass ein Befahren der Mautstraße bis Kirchental trotz vermeintlicher Wintersperre möglich war und auch praktiziert wurde, waren wir dankbar nicht diesen leichten Weg genommen zu haben. Das Erlaufen dieses Ortes war für uns alle ein sehr schönes Erlebnis.

Nachdem wir uns noch ausgiebig in der wirklich beeindruckenden Kirche umgesehen hatten, hatten wir uns die Einkehr im Kirchental-Wirt redlich verdient. In der gemütlichen Gaststube konnten wir uns am Kachelofen wärmen, mit leckerem Marillen-Topfenstrudel stärken und die Kinder fanden auch noch eine Spielekiste.

Maria Kirchental Dom

Maria Kirchental Dom

Mittlerweile war die Sonne schon hinter den Bergen verschwunden und es wurde in der schattigen noch schneegeprägten Luft doch deutlich kälter. Außerdem wurde vor allem die Kleine jetzt aber auch tatsächlich sichtlich müde und wir bekamen doch starke Bedenken, dass sie den Rückweg noch auf eigenen Füßen schaffen würde. Aus diesem Grund verzichteten wir auf den eigentlich geplanten Rückweg über den Ölberg-Weg. Stattdessen machte sich der Papa allein auf einen schnellen Abstieg, um nun doch noch mit dem Auto die 10 Minuten von St. Martin bis Kirchental zu bewältigen, um seine Frauen sicher ins Tal und von da weiter nach Hause zu chauffieren.

Plan_Kirchental

Durch den Elfenwald ins Kirchental

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