Rundweg Wolfsklamm – St. Georgenberg – Maria Tax

Zahlen & Fakten: Parkplatz: ca. 575 m
Höchster Punkt: ca. 897 m

Höhenunterschied: ca. 420 m
Länge: ca. 5,3 km
Dauer: ca. 5 Std.
Parken & Anfahrt: Wanderparkplatz bei der Wolfsklamm in Stans

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Hinweise:
Schwierigkeit:
Kinderwagentauglich:
Landschaft:
Aussicht:
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324 Stufen, Stege und Brücken über tosendem Wasser, so führen einen die Wolfsklamm und das Stallental von Stans zur Abtei St. Georgenberg.

Eine der größten Herausforderungen bei dieser Wanderung ist sicher die Parklplatzsuche. Der offizielle Wanderparkpatz der Klamm ist doch relativ klein und schnell voll belegt. Wer aber ein paar extra Meter nicht scheut, findet in Stans selbst weitere Parkmöglichkeiten, bis hin zum Parkhaus, in dem einen das Auto an einem warmen Tag bei der Rückkehr angenehm temperiert erwartet.

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Wolfsklamm002_wmUm den Einstieg in die Wolfsklamm zu erreichen, folgt man ab Stans erst noch ein kurzes Stück einer asphaltierten Anreinerstraße. Aber schon bald nach dem Kassenhäuschen verlässt man die Straße nach rechts in den Wald hinein. Die ersten Höhenmeter überwindet man noch auf einem Pfad, auf dem die vielen Wurzeln natürliche Stufen bilden. Immer näher kommt man dabei wieder dem Stans-Bach, den man nun öfters schon durch das Laub schimmern sieht. Und auch sein Rauschen wird langsam lauter.

Je näher man dem Bach kommt, desto schmäler wird der Pfad. Es dauert nicht lange, bis man auf der einen Seite eng am steil ansteigenden Fels entlangläuft und einen auf der anderen nur ein hölzernes Geländer vor dem Abrutschen in die Klamm bewahrt. Anfangs führt der Pfad noch direkt auf dem Fels entlang. Mit stetem Vordringen in die Klamm wandelt sich der Weg aber zusehens in eine eingebaute Treppenanlage, die sich an die steilen Felsenhänge schmiegt. Mehrere hölzerne Brücken führen den Weg auch einige Male direkt über den Abgrund, wenn für den weiteren Verlauf die gegenüberliegende Seite besser geeignet ist.

Wolfsklamm004_wm Wolfsklamm003_wmIm Großen und Ganzen ist dieser Weg auch schon für kleinere Kinder aber gut zu bewältigen. Allerdings sollten diese angesichts noch fehlenden Gefahrenbewusstseins doch zumindest an der Hand geführt werden. Zum einen reicht die etwa 30 cm hohe Lücke zwischen Boden und erster Querlatte des Geländers für Kindergartenkinder durchaus aus, um in einem ungünstigen Moment in die Schlucht durchzurutschen. Und angesichts der gischtenden Wassermassen ist es auch nicht ganz zu verhindern, dass die Holzstufen stellenweise feucht und rutschig sind. Zum anderen wurden die Treppenstufen nicht überall bis an den Felsen gesetzt und auch hier ist der Spalt breit genug, um hin durch zu rutschen. Wenn man hier aber die Alters angepasste Sorgfalt walten lässt, dann ist die Wolfsklamm eine erlebnisreiche und genussvolle Wanderung für die gesamte Familie.

Vor allem, wenn man wie wir plant, nicht auf dem gleichen Weg zurückzukehren, sondern eine Runde über einen der ebenfalls zum Georgenberg führenden Kreuzwege zu drehen, sollte man auf keinen Fall versäumen, ab und an auch einen Blick zurückzuwerfen. Hinter jeder Biegung, manchmal schon wenige Treppenstufen weiter, wartet ein neuer spektakulärer Blick. Nicht umsonst gilt die Wolfsklamm als eine der schönsten Tirols.

Wolfsklamm01Nachdem man auf diese Weise etwa 243 Höhenmeter überwunden hat, erreicht am schließlich das Wehr, von dem aus sich der Stans-Bach in die Schlucht ergießt. Diese öffnet sich nun wieder und auf einem gemütlichen Waldweg führt der Weg nur noch gemächlich bergan. Bevor wir diesem folgten, machten wir jedoch auf einem der hier aufgestellten sonnigen Bankerl erst einmal ausgiebig Rast.

Anschließend ging es weiter dem Bach folgend. Wie schon erwähnt, ändert der Weg nun komplett seinen Charakter. Und als dann bald der erste Blick auf unser nächstes Ziel, die Felsenabtei St. Georgenberg hoch über dem Stallental möglich wurde, dachten wir die Kinder damit motivieren zu können. Angesichts des darunter steil abfallenden Felsens und des doch noch gut erkennbaren Höhenunterschieds reagierte unsere Kleine aber statt mit Vorfreude mit dem fast schon entsetzten Ausruf “Wie hoch kommen?!”.

Wolfsklamm02Zum Glück lies sie sich leicht überzeugen, dass das gar nicht so schwer ist und wir nur noch ein paar Serpentinen zu meistern hatten. Bald schon traf unser Weg dann auch mit dem von Fiecht heraufkommenden Pilgerweg zusammen und die nun am Wegesrand aufgestellten Kreuzwegstationen und Andachtsbilder boten ausreichend Motivationsschub und Gesprächsstoff, um auch noch die letzten Höhenmeter zu meistern.

So erreichten wir ohne großes Murren schließlich die “Hohe Brücke”. Ein beeindruckendes Bauwerk, dass sich die Kinder angesichts ihrer noch geringen Größe auf eine ganz eigene Art unter den Verstrebungsbalken hindurch erschlossen haben. Und nachdem diese überquert war, standen wir nach knapp drei Stunden schließlich im Klosterbezirk.

Wolfsklamm03Jetzt hatten wir uns erstmal die Einkehr in der dortigen Wirtschaft verdient, wo wir nochmals ausgiebig rasteten. Vor allem durch den günstigen Platz direkt neben dem Sandkasten im Biergarten fiel diese durchaus etwas großzügiger aus, als geplant. Schließlich machten wir uns aber doch wieder auf den Weg. Natürlich nicht, ohne vorher noch einen Blick in die Klosterkirche zu werfen.

Wolfsklamm018_wmFür den Rückweg hatten wir uns für die Strecke über Maria Tax entschieden. Hierzu folgt man erst wieder dem Fahrweg nach Fiecht ein Stück zurück bis zum Abzweig zum von Roßweide her anfahrbaren Parkplatz des Stifts. Aber schon bald zeigt einem ein Hinweisschild an, die Straße nun auch schon wieder zu verlassen. Auch hier folgt man nun wieder Kreuzwegstationen, diesmal allerdings rückwärts. Anfangs geht man dabei noch auf einem relativ breiten und gut angelegten Waldweg. Dieser wird aber zunehmend schmaler, steiler und auch rutschiger. Da wir auf Grund der vorgerückten Stunde kein Risiko eingehen wollten, entschieden wir uns, den Kindern doch noch die Geschirre anzulegen, da wir hierdurch einfach besser hintereinander gehen konnten, die Kinder beide Hände frei hatten und wir trotzdem bei Bedarf sichernd eingreifen konnten.

So erreichten wir bald die kleine Wallfahrtskirche Maria Tax, die nach einer Marienerscheinung im 17. Jahrhundert oberhalb von Stans errichtet wurde. Auch hier lädt ein Bankerl nochmals zu einer kurzen Rast ein. Die Kirche selber ist leider nicht zugänglich, man hat aber durch die Tür einen guten Blick auf den Gnadenaltar.

Wolfsklamm04Führte der Weg bisher noch durch den Wald, verläuft der Steig im Anschluss an Maria Tax eher durch ein offenes Gelände, dass auch immer wieder Blicke auf Stans und die gegenüberliegende Talseite ermöglicht. Trotzdem oder gerade auch deshalb sollte man auch auf diesem letzten Abschnitt nicht an Konzentration nachlassen, da der Weg doch auch immer wieder über Geröll führt.

Wolfsklamm05In Stans angekommen folgt man noch ein kurzes Stück der Straße zurück zur Ortsmitte, ehe man wieder kurz oberhalb des Wanderparkplatzes auf den zur Wolfsklamm führenden Weg trifft. Insgesamt haben wir für diese 5,3 km lange Runde 5 Stunden gebraucht. Aber in gemütlichen Tempo und mit ausgiebigen Rasten, war sie auch für unsere Kinder problemlos zu meistern.

Karte_Wolfsklamm

Rundweg Wolfsklamm – St. Georgenberg – Maria Tax

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Kommentare

Rundweg Wolfsklamm – St. Georgenberg – Maria Tax — 4 Kommentare

  1. Hallo Jens,

    ganz tolle Beschreibung der Wolfsklamm und dem Rundweg über Maria Tax. Wir waren selber mit den Kiddies schon ein paar mal dort und ja das mit den Parkplätzen kann ich nur bestätigen.

    Ein Besuch in der Wolfsklamm lohnt sich immer wieder

  2. Hallo Jens,
    eine schöne und ausführliche Beschreibung der Wolfsklammtour. Wir waren im Oktober 14 dort und sind die selbe Rund gelaufen. Unser Große (damals 3 Jahre) ist aber scheinbar nicht ganz so fit wie deine Kleinen, er hat gegen Ende nämlich schon ein wenig schlapp gemacht (war halt auch nicht mehr ganz so spannend wie durch die Klamm 😉 ).
    Freu mich schon auf mehr Beiträge von Euch.
    Von uns gibt’s mehr unter https://zwergeunterwegs.wordpress.com
    Lg, Marion

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