Scheffau – Rehbachrunde

Gemütliche Runde ideal für Kleinkinder geeignet

Zahlen & Fakten: Parkplatz: ca. 737 m
Höchster Punkt: ca. 869 m

Höhenunterschied: ca. 135 m
Länge: ca. 3,3 km
Dauer: ca. 2 Std.
Parken & Anfahrt: Parkplätze im Ortszentrum von Scheffau

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Hinweise:
Schwierigkeit:
Kinderwagentauglich:
Landschaft:
Aussicht:
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Nachdem in der Saison 2015 der Schnee doch sehr lange auf sich warten ließ, nutzen wir bis in den Dezember hinein die Chance zum Wandern. Natürlich kamen trotz der ungewohnt milden Witterung hochalpine Erlebnisse nicht mehr in Frage und so fiel unsere Wahl unter anderem auf die von Scheffau aus beginnende Wanderung durch den wildromantischen Rehbachgraben.

Unser Auto stellten wir dazu im Ortszentrum von Scheffau ab. Dies brachte zwar den Nachteil mit sich, dass wir bis zum eigentlichen Einstieg in die Rehbachrunde erst ein gutes Stück durch den Ort entlang der Straße mussten. Auf der anderen Seite wollten wir uns am Ende der Tour aber eh mit einer kleinen Einkehr belohnen und so außerhalb der Saison sahen wir dafür innerorts dann doch die besten Chancen.

So gingen wir also vom öffentlichen Parkplatz hinter der Schule erst etwa 10 Minuten durch den Ort in Richtung Gaisberg. Wie so oft bei solchen Tourabschnitten auf asphaltierten Gehwegen entlang der Straße lies die Begeisterung der Kinder bei jedem Schritt doch merklich nach. Zum Glück war es aber ja nicht allzu weit bis zur großen Brücke über die Rehbachschlucht.

Rehbach01Auch wenn der Einstieg in die eigentliche Rehbachrunde schon auf der Scheffauer Seite der Brücke erfolgt, gingen wir doch ein kleines Stück weiter bis in ihre Mitte, um uns von hier aus auf das einzustimmen, was uns nun im weiteren Verlauf erwarten sollte. Das zeigte sich von hier aber noch ähnlich unspektakulär, wie der direkt am Brückenkopf abzweigende doch relativ breite geschotterte Forstweg hinunter Richtung Rehbachgraben.

Sobald man aber unten in der Senke angekommen ist, ändert sich dieser Eindruck. Denn der Weg wir nun zusehends zum schmalen Waldpfad. Dieser schlängelt sich mal mehr oder weniger am Wasser entlang durch den Wald, teils als ausgetretener Pfad, teils auch als mit kurzen Brettern aufgesetzte Stufen. Dabei ließen schon hier im unteren Bereich der die immer wieder durch die Baumwipfel dringenden Sonnenstrahlen das reichlich am Wegesrand und der Bachböschung verteilte Laub in den schönsten Herbsttönen erstrahlen.

Rehbach02Nach weiteren 10 Minuten Wegzeit gelangten wir an eine kleine Grillhütte, die wir aber nicht weiter beachteten, da es uns für eine Rast noch zu früh war und auch die Kinder der unscheinbaren Blockhütte kaum etwas reizvolles abgewinnen wollten. Im Gegenteil: auch wenn es für uns Erwachsene nicht nachvollziehbar war, gruselte es sie ein wenig vor der im Inneren doch etwas düsteren Hütte.

So gingen wir also zügig weiter und überquerten dann auch schon direkt im Anschluss zum ersten Mal den um diese Jahreszeit doch relativ ruhig dahin fließenden Rehbach. Hierzu ist an dieser und später noch vielen weiteren Stellen eine schmale Brücke aus 3-4 Bohlen mit einem einseitigen Geländer errichtet worden. Diese können unter Aufsicht der Eltern aber auch schon von kleineren Kindern gut selbständig überschritten werden, was natürlich das Abenteuergefühl ungemein beflügelt.

Rehbach03Überhaupt wird der Weg nun zusehends im gleichen Maß für die Eltern stimmungsvoll und für die Kinder spannend. Nicht nur, dass wir uns nun eigentlich immer entlang einem der beiden Ufer recht nah zum Wasser bewegten. Entlang des Weges gab es immer wieder kleine Überraschungen zu entdecken, mal ein kleiner geschnitzter Bär, dann ein lustig bemooster Baumstamm, der ebenfalls an ein Tier erinnerte oder auch einfach mal ein umgestürzter Baum, der zum Klettern animierte. Und gleichzeitig erstrahlte der ganze Wald in herbstlichem sonnenbeschienenem Rot und glitzerndem Wasser.

Rehbach04Nachdem wir uns also so etwa eine dreiviertel Stunde entspannt am Wasser entlang in die Rehgraben hinein bewegt hatten, führte der Weg dann zum Teil auch in leichten gesetzten Stufen zunehmend die rechte Flanke der Schlucht hoch und somit zunehmend vom Rehbach weg. Hier fanden wir dann auch bald eine etwas breitere sonnige Stelle für die verdiente Rast. Hier sind auch noch mehrere kleine und größere Teiche, die im Sommer, zum plantschen und spielen einladen.

Rehbach05Der weitere Weg führte dann erstmal nicht mehr über schmale Brücken. Dafür galt es nun immer öfters einmal Höhenunterschied im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein zu überwinden. Nachdem wir aber so eine wohl zu schmale Stelle der Talsohle direkt am Rehbach umgangen hatten, trafen wir doch noch einmal auf das Bachbett und durften dieses auch gleich noch einmal überqueren. Allerdings war diese Rückkehr jetzt tatsächlich nur noch von kurzer Dauer. Schon bald galt es einen letzten Anstieg auf eine diesmal etwas höhere Brücke anzugehen, die ob dieser Höhe nun auch beidseits mit einem Geländer versichert war.

Rehbach06Mit diesem letzten Wechsel der Uferseite hatten wir nun aber auch den höchsten Teil der kleinen Rehbachrunde erreicht. Von hier aus könnte man nun zwar auch durch den neu erschlossenen oberen Teil der Rehbachklamm bis zum Hintersteinersee weitergehen, eine Tour die wir uns gerne für den Sommer einmal vornehmen wollen, wir entschieden uns aber für heute dafür, den Weg über (Hinter-)Leiten nach Scheffau zurück zu nehmen.

Rehbach07Die Streckenführung verläuft ab diesem Punkt nun wieder auf breiteren geschotterten Forstwegen. Dennoch hatte er noch den ein oder anderen schönen Aus- oder auch Einblick zu bieten. So z.B. als wir an einem kleinen idyllisch gelegenen Quellsee vorbei kamen, in dem sogar ein paar Fische schwammen. Und auch der stollenartig ausgeführte Zugang zum örtlichen Wasserhochbehälter regte zur Entwicklung von fantasievollen Geschichten an.

Rehbach08Rehbach09Gleichzeitig markierte dieser Punkt aber auch die baldige Rückkehr in die Zivilisation. Und tatsächlich erreichten wir schon nach wenigen Minuten den ersten Hof. Von hier aus ging es dann wieder auf asphaltierten Fahrwegen bzw. etwas später auch auf den entsprechenden Gehwegen zurück ins Ortszentrum von Scheffau. Und nach ziemlich genau 2 Stunden, 135 Höhenmetern und einer Strecken von 3,3 km hatten wir diese diese entspannte Herbstwanderung im Dezember gemütlich abgeschlossen.

Rehbach10Auf dem Weg zum Parkplatz kamen wir übrigens auch noch an dem wirklich schönen Spielplatz bei Kindergarten und Schule vorbei. Und wie so typisch für Kinder, waren an dieser Stelle alle Klagen über die letzten Meter auf asphaltierter Strecke und alle dabei aufgetretene Müdigkeit schlagartig vergessen. Und als wir dann entdeckten, dass gleich unterhalb davon im Moment die Langlaufloipe präpariert wurde und die Kinder so sogar noch zu einem kleinen Schneeerlebnis kamen, konnte der Tag nicht besser enden.

Rehbach11

Karte-Rehbachgraben
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Viel Spaß beim Nachwandern wünscht euch euer Mountainbatchers Team !!
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Kommentare

Scheffau – Rehbachrunde — 2 Kommentare

    • Hallo Dennis,

      danke für deinen Kommentar. Wir werden auf jedenfall im Sommer nochmal hingehen und dann auch den oberen Teil der neu erschlossenen Rehbachklamm erwandern.

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