Erste Versuche auf “zwei Brettern, die die Welt bedeuten”

Zahlen & Fakten: Höhe: 810m
Parken & Anfahrt: Parkplatz Tannenhoferstraße

Um die Anfahrt zu planen, nutze bitte die interaktive Karte ganz
unten. Beim klicken auf den Pin kann die Routenplaner-Funktion genutzt werden.

Hinweise: Um noch einen Parkplatz zu bekommen sollte man spätesten 30 min vor Liftöffnung am Parkplatz sein
Schwierigkeit:
Kinderwagentauglich: Ja uf den Wegen
Landschaft:
Aussicht:

Einer der ersten größeren Ausflüge im neuen Jahr wurde vor allem von unserer Großen sehnsüchtigst erwartet. Immerhin sollte sie bei diesem Anlass zum ersten Mal mit ihren neuen Skiern einen “Berg” herunterfahren dürfen.

2015-01-04-10-08-00Nachdem wir uns wenige Tage zuvor schon mal das Gebiet rund um die Kaiserblick-Skilifte bei Sachrang angeschaut hatten (der Bericht hierzu findet sich hier), fiel die Entscheidung dann aber doch auf den Winter-Erlebnispark am Tannerfeld bei Bayrischzell. Ausschlaggebend hierfür war vor allem die Ausstattung des letzteren mit einem Zauberteppich. Dieser erschien uns für die ersten Versuche auf Skiern einer 4jährigen doch das geringere Frustrationsrisiko zu bieten, als ein Seillift.

Wir brachen also an diesem Tag zeitig auf, um nach Möglichkeit noch vor dem ersten Ansturm vor Ort zu sein. Da der Lift erst um 10 Uhr seinen Betrieb aufnimmt, waren wir am Ende sogar etwas “zu früh”. Was aber nicht weiter schlimm war, da ja gemeinhin vor der Kür die Pflicht steht. Entsprechend hieß es auch für unsere Tochter erst mal mit dem Material vertraut und ganz nebenbei auch noch warm werden: Nach einer kurzen Spring- und Renneinheit in Skischuhen noch auf dem Parkplatz, konnte sie es kaum mehr erwarten, bis sie am Fuß des Rodelhangs endlich die Skier unter die Füße nehmen durfte. 2015-01-04 10.27.25Unter Papas fachkundiger Anleitung wurden jetzt erst mal Skier aus- und angestellt, es wurde auf der Stelle im Kreis gedreht und auf einem Ski “Roller gefahren”. Dafür, dass das allererste Ausprobieren nach Weihnachten in Omas Garten noch mehr im-Schnee-sitzend, als auf-Skiern-stehend stattfand und auch entsprechend schnell die Lust verloren ging, lief es jetzt richtig super. Klar gab es auch jetzt regelmäßig Ausrutscher und Hinsetzer. Aber die Piste zog und es fiel nicht ein einziges Mal “Ich will nicht mehr”.

Schließlich machte der Lift auf und Papa konnte seine Karte kaufen (Kinder bis 7 sind frei). Zwischen Papas Beinen ging es dann auch schon gleich auf den Zauberteppich. Um hier einen Anfahrsturz zu vermeiden, fuhr sie allerdings noch nicht selbst auf, sondern wurde während des Übergangs kurz hoch gehoben und dann direkt auf dem laufenden Band abgesetzt. Das erste Abfahren vom Lift durfte sie aber von Papa gehalten auf eigenen Beinen stehend selbst bewältigen. Als später der Betrieb zunahm, wurde sie auch hier dann regelmäßig über die Schwelle gehoben, um einen etwaigen Sturz im Auslauf des Liftes zu vermeiden. 2015-01-04 10.28.43Auch die erste Abfahrt erfolgte von Papa gehalten in weiten Bögen zwischen seinen Skiern, um überhaupt erst einmal ein Gefühl für Schnee und Material zu vermitteln. Später durfte sie dann auch schon mal probieren ein kurzes Stück alleine parallel zum Hang in Richtung des voraus gefahrenen Papas zu fahren. Wie kaum anders zu erwarten, fuhr aber natürlich nicht sie mit den Skiern, sondern die Skier mit ihr (den Hang hinunter). Bevor es aber zu schnell und damit gefährlich werden konnte, erreichte sie den Pistenrand und landete sanft im “Tiefschnee”. Spätestens jetzt war klar, dass hier eine neue Leidenschaft geweckt worden war. Denn trotz des überraschenden Schneebades konnte es nicht schnell genug weitergehen.

Parallel zu den ersten Ski-Versuchen der großen Schwester sollte unsere Kleine eigentlich mit der Mama einen schönen Tag auf dem Schlitten erleben, da der Winter-Erlebnispark neben der Skipiste auch einen gut präparierten Rodelhang bietet. Allerdings hatten wir die Rechnung ohne das Kind gemacht. Denn kaum fuhr der Papa mit unserer Großen das erste Mal den Zauberteppich hoch, ging für die Jüngere die Welt unter. 2015-01-04-11-18-24Sie ließ sich kaum beruhigen und nach einer einzigen Abfahrt beschlossen Mama & Kind den Schlitten zu verräumen und dann schon mal in das zur Piste gehörende Tannerfeldstüberl vorzugehen. Bis dieses zufuß den Berg hoch erreicht wurde, zeigte aber auch unsere muntere Skifahrerin nach einigen Abfahrten deutliche Ermüdungserscheinungen, so dass man sich dann doch direkt an der Hütte zur verdienten Mittagspause traf.

Das Tannerfeldstüberl ist nicht besonders groß, aber sehr gemütlich. Und wenn man hüttentypisch kein Problem damit hat, einen Tisch zu teilen, bietet es auch ausreichend Platz für die Besucher des Parks. Sowohl Getränke- als auch das Speiseangebot ist ausreichend und auch für Familien finanzierbar.

Besonders gut kamen bei uns die Kinderpfannkuchen mit Puderzucker oder Marmelade an. Leider bietet es keine offizielle Wickelmöglichkeit für kleinere Kinder, aber erfahrene Outdoor-Eltern finden hier in der Regel eine kreative Lösung. Sehr schön für Kinder ist auch der beim Eingang gelegene Stall mit umfriedetem Außenbereich für die hier beheimateten Esel und Schafe.

2015-01-04 12.35.15Nach einer ausgiebigen Pause ging es für die Große dann nochmal im Schuss den Rodelhang hinunter, während sogar die Kleine dem kurzen Spaziergang zum Parkplatz noch etwas abgewinnen konnte. Auch wenn an diesem ersten Tag am Ende kräftebedingt nur wenige Abfahrten herausgekommen sind und die kleine Schwester ihn wohl ehr frustrierend fand, entscheidend ist, dass er unserer Skifahrerin Spaß gemacht hat und sie es kaum erwarten kann, bis er wiederholt wird. Und für die kleine Schwester finden wir dann auch noch eine spaßige Alternative….


Viel Spaß beim Nachwandern wünscht euch euer Mountainbatchers Team !!
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